Inhalt
- Was ist eine Keyword-Recherche?
- Warum die Keyword-Recherche so wichtig ist
- Die wichtigsten Begriffe
- Keyword-Recherche in 6 Schritten
- Beispiel: Keyword-Recherche für einen Nischenblog
- Keyword-Recherche für Online-Shops
- Keyword-Mapping: Begriffe sauber auf Seiten verteilen
- Bestehende Inhalte mit der Search Console optimieren
- Die besten Tools für die Keyword-Recherche
- Keywords richtig im Text einsetzen
- Typische Fehler bei der Keyword-Recherche
- Wie oft du deine Keyword-Recherche aktualisieren solltest
- Keyword-Recherche und der Wert deiner Website
- Häufige Fragen zur Keyword-Recherche
Jeder erfolgreiche Artikel, jede starke Kategorieseite und jeder gut rankende Online-Shop beginnt mit derselben Frage: Wonach suchen deine Kunden wirklich? Die Antwort liefert dir eine gründliche Keyword-Recherche.
Sie zeigt dir, welche Begriffe deine Zielgruppe in Google eintippt, wie oft danach gesucht wird und welche Absicht hinter einer Suche steckt. In diesem Ratgeber lernst du, wie du in sechs Schritten die richtigen Keywords findest – und wie du daraus einen Plan für deine Inhalte machst.

Was ist eine Keyword-Recherche?
Bei der Keyword-Recherche ermittelst du die Suchbegriffe, mit denen Menschen nach Produkten, Dienstleistungen oder Informationen suchen. Ziel ist es, Inhalte genau auf diese Begriffe und die dahinterliegenden Fragen auszurichten.
Eine gute Recherche beantwortet drei Fragen:
- Wie wird gesucht? Welche Begriffe und Formulierungen nutzt deine Zielgruppe?
- Wie oft wird gesucht? Wie hoch ist das monatliche Suchvolumen?
- Warum wird gesucht? Will der Nutzer etwas wissen, vergleichen oder kaufen?
Warum die Keyword-Recherche so wichtig ist
Ohne Recherche schreibst du schnell an deiner Zielgruppe vorbei. Du nutzt Fachbegriffe, die niemand sucht, oder konkurrierst um Begriffe, gegen die große Portale kaum zu schlagen sind.
Mit einer sauberen Keyword-Recherche:
- gewinnst du organischen Traffic, der dauerhaft und ohne Werbebudget kommt
- sprichst du Besucher mit passender Absicht an – und steigerst so deine Conversion
- planst du Inhalte strategisch, statt auf Zufallstreffer zu hoffen
- steigerst du den Wert deiner Website, weil stabile Rankings für Käufer attraktiv sind
Warum organischer Traffic so wertvoll ist, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag über die Vorteile von organischem Traffic.
Die wichtigsten Begriffe
Bevor du loslegst, solltest du diese Grundbegriffe kennen:
- Suchvolumen: Wie oft ein Begriff durchschnittlich pro Monat gesucht wird.
- Keyword-Schwierigkeit: Eine Einschätzung, wie schwer es ist, für einen Begriff auf Seite 1 zu ranken.
- Short-Tail-Keywords: Kurze, allgemeine Begriffe wie „Online-Shop“ mit hohem Volumen und starker Konkurrenz.
- Long-Tail-Keywords: Längere, spezifische Suchanfragen wie „Online-Shop für Tierbedarf kaufen“ mit geringerem Volumen, aber klarerer Absicht.
- Suchintention: Das Ziel hinter einer Suche – informieren, vergleichen, kaufen oder eine bestimmte Seite finden.
Keyword-Recherche in 6 Schritten
Schritt 1: Themen und Zielgruppe festlegen
Starte nicht mit Tools, sondern mit deiner Zielgruppe. Notiere, welche Probleme, Fragen und Wünsche deine Kunden haben. Sprich mit Kunden, lies Bewertungen und Foren oder schau dir Anfragen im Support an.
Leite daraus fünf bis zehn Hauptthemen ab. Für einen Marktplatz für Webprojekte wären das zum Beispiel „Website verkaufen“, „Online-Shop kaufen“ oder „Website bewerten“.
Schritt 2: Keyword-Ideen sammeln
Jetzt erweiterst du deine Themen um konkrete Suchbegriffe. Gute Quellen sind:
- die Autovervollständigung der Google-Suche
- der Bereich „Ähnliche Fragen“ in den Suchergebnissen
- die verwandten Suchanfragen am Ende der Ergebnisseite
- der Google Keyword-Planer
- Google Trends für saisonale Entwicklungen
- die Search Console deiner eigenen Website

Schritt 3: Suchvolumen und Konkurrenz bewerten
Sortiere deine Ideen nach Suchvolumen und Schwierigkeit. Gerade für neue oder kleinere Websites lohnen sich Begriffe mit mittlerem Volumen und überschaubarer Konkurrenz. Hier hast du realistische Chancen auf Top-Platzierungen.
Schau dir außerdem die aktuellen Suchergebnisse an. Ranken dort nur große Marken und Portale, wird es schwer. Finden sich kleinere Blogs oder Foren, ist der Begriff oft gut erreichbar.
Schritt 4: Die Suchintention verstehen
Dieser Schritt wird am häufigsten unterschätzt. Google zeigt die Ergebnisse, die am besten zur Absicht des Nutzers passen. Unterscheide vier Typen:
- Informational: „Was ist eine Keyword-Recherche?“ – passend sind Ratgeber und Anleitungen.
- Kommerziell: „Beste Shop-Software Vergleich“ – passend sind Vergleiche und Tests.
- Transaktional: „Online-Shop kaufen“ – passend sind Produkt- und Angebotsseiten.
- Navigational: „Projektmensa Login“ – der Nutzer sucht eine bestimmte Seite.
Prüfe die Top-10-Ergebnisse: Welche Art von Seite rankt dort? Daran orientierst du dich bei Format und Aufbau.
Schritt 5: Keywords clustern und Seiten zuordnen
Fasse ähnliche Begriffe zu Themenclustern zusammen. Jedes Cluster bekommt eine eigene Seite mit einem Haupt-Keyword und mehreren Neben-Keywords.
So vermeidest du, dass mehrere deiner Seiten um denselben Begriff konkurrieren – ein Problem, das Experten Keyword-Kannibalisierung nennen.
Schritt 6: Content planen und optimieren
Erstelle aus deinen Clustern einen Redaktionsplan mit Prioritäten. Beginne mit Themen, die nah an deinem Angebot liegen und gute Chancen haben.
Beim Schreiben baust du das Haupt-Keyword natürlich in Titel, Einleitung und Zwischenüberschriften ein. Ergänze verwandte Begriffe, beantworte die wichtigsten Fragen deiner Zielgruppe und strukturiere den Text übersichtlich. Wie du einzelne Seiten technisch und inhaltlich verbesserst, liest du in unserem Ratgeber zur On-Page-Optimierung.

Beispiel: Keyword-Recherche für einen Nischenblog
Angenommen, du betreibst einen Blog über Aquaristik. Dein Hauptthema lautet „Aquarium einrichten“. Die Recherche könnte so aussehen:
- Haupt-Keyword: Aquarium einrichten
- Neben-Keywords: Aquarium einrichten Anfänger, Aquarium Bodengrund, Aquarium Pflanzen setzen
- Fragen: Wie lange muss ein Aquarium einlaufen? Welche Fische für Anfänger?
- Suchintention: informational – also eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung
Aus diesem Cluster entsteht ein umfassender Leitartikel. Spezielle Fragen wie „Fische für Anfänger“ bekommen eigene Artikel, die auf den Leitartikel verlinken. Wie du mit solchen Themenseiten erfolgreich wirst, zeigt unser Beitrag zum Nischenexperten werden.
Keyword-Recherche für Online-Shops
Bei Shops unterscheiden sich die Anforderungen deutlich von Ratgeberseiten. Hier geht es vor allem um transaktionale Suchanfragen, also um Begriffe mit Kaufabsicht.
So gehst du vor:
- Kategorieseiten optimierst du auf allgemeinere Begriffe wie „Laufschuhe Damen“.
- Produktseiten zielen auf konkrete Suchanfragen mit Marke, Modell oder Eigenschaft.
- Ratgeberinhalte fangen Nutzer früher in der Kaufentscheidung ab, etwa mit „Welche Laufschuhe für Anfänger?“.
- Filterseiten sollten nur dann indexiert werden, wenn es für die Kombination echtes Suchvolumen gibt.
Verknüpfe Ratgeber und Kategorien über interne Links. So führst du Leser von der Information zum Kauf.
Keyword-Mapping: Begriffe sauber auf Seiten verteilen
Beim Keyword-Mapping legst du für jede Seite fest, welches Haupt-Keyword sie abdeckt. Eine einfache Liste reicht dafür aus. Für einen Marktplatz für Webprojekte könnte sie so aussehen:
- Startseite: Webprojekte kaufen und verkaufen
- Kaufen-Seite: Website kaufen, Online-Shop kaufen
- Verkaufen-Seite: Website verkaufen, Projekt verkaufen
- Ratgeber 1: Website Wert ermitteln
- Ratgeber 2: Kaufvertrag Website
Mit diesem Plan erkennst du sofort, ob zwei Seiten um denselben Begriff konkurrieren. Neue Inhalte ordnest du gezielt in die Lücken ein.
Bestehende Inhalte mit der Search Console optimieren
Die größten Gewinne liegen oft in Inhalten, die du bereits hast. In der Google Search Console findest du unter „Leistung“ alle Suchanfragen, für die deine Seiten angezeigt werden.
Achte besonders auf:
- Begriffe mit vielen Impressionen, aber wenigen Klicks – hier lohnt ein besserer Title.
- Seiten auf Position 8 bis 20 – mit gezielter Überarbeitung schaffen sie oft den Sprung auf Seite 1.
- Neue Suchanfragen, die du im Text noch nicht beantwortest – ergänze dafür einen Abschnitt oder eine FAQ.
Diese Optimierung kostet wenig Zeit und bringt oft schneller Ergebnisse als ein komplett neuer Artikel.
Die besten Tools für die Keyword-Recherche
Für den Einstieg reichen kostenlose Werkzeuge völlig aus:
- Google-Suche selbst: Autovervollständigung, Fragen und verwandte Suchen
- Google Keyword-Planer: Suchvolumen-Spannen und Ideen, kostenlos mit Google-Ads-Konto
- Google Trends: Entwicklung und Saisonalität von Suchbegriffen
- Google Search Console: Begriffe, für die deine Website bereits Impressionen erhält
Professionelle SEO-Tools liefern genauere Daten zu Volumen, Schwierigkeit und Wettbewerbern. Sie lohnen sich, sobald du regelmäßig Inhalte produzierst.
Keywords richtig im Text einsetzen
Hast du dein Haupt-Keyword festgelegt, geht es um die Umsetzung. Diese Stellen sind besonders wichtig:
- Title-Tag: möglichst weit vorne, natürlich formuliert
- H1-Überschrift: das zentrale Versprechen des Artikels
- Einleitung: in den ersten 100 Wörtern
- Zwischenüberschriften: in mindestens einer H2, ergänzt durch Varianten
- URL: kurz und mit dem Keyword
- Alt-Texte von Bildern, wenn es zum Motiv passt
- Meta-Description: als Kaufargument für den Klick
Wichtiger als jede Position ist aber die Vollständigkeit: Beantworte die Fragen, die Nutzer zu diesem Thema haben. Verwandte Begriffe und Synonyme ergeben sich dann fast von selbst.
Typische Fehler bei der Keyword-Recherche
- Nur auf Suchvolumen schauen: Hohe Zahlen nützen nichts, wenn die Absicht nicht passt.
- Zu allgemeine Begriffe wählen: Gegen große Portale ist der Kampf um Short-Tail-Keywords oft aussichtslos.
- Suchintention ignorieren: Ein Ratgeber rankt selten für ein transaktionales Keyword.
- Mehrere Seiten für dasselbe Keyword: Das schwächt alle beteiligten Seiten.
- Keyword-Stuffing: Wer Begriffe unnatürlich oft wiederholt, verschlechtert Lesbarkeit und Rankings. Google rät in seinem SEO-Leitfaden für Einsteiger zu Inhalten, die für Menschen geschrieben sind.
Wie oft du deine Keyword-Recherche aktualisieren solltest
Suchverhalten ändert sich. Neue Begriffe tauchen auf, andere verlieren an Bedeutung. Plane deshalb feste Termine ein:
- Vierteljährlich: Search-Console-Daten auswerten und neue Suchanfragen ergänzen
- Halbjährlich: Wettbewerber prüfen und Lücken in deinem Themenplan schließen
- Bei großen Änderungen: etwa nach einem Relaunch, neuen Produkten oder Google-Updates
Keyword-Recherche und der Wert deiner Website
Eine durchdachte Keyword-Strategie zahlt sich doppelt aus: Sie bringt dir heute Besucher und Umsatz – und steigert den Wert deines Projekts, falls du es später verkaufst. Käufer achten genau auf stabile, breit verteilte Rankings. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber Website-Wert ermitteln.
Häufige Fragen zur Keyword-Recherche
Was ist eine Keyword-Recherche?
Bei der Keyword-Recherche ermittelst du, mit welchen Suchbegriffen deine Zielgruppe nach Themen, Produkten oder Dienstleistungen sucht, wie häufig gesucht wird und welche Absicht hinter der Suche steckt.
Welche kostenlosen Tools eignen sich für die Keyword-Recherche?
Für den Einstieg reichen die Google-Suche mit Autovervollständigung, der Google Keyword-Planer, Google Trends und die Google Search Console.
Was sind Long-Tail-Keywords?
Long-Tail-Keywords sind längere, spezifische Suchanfragen aus mehreren Wörtern. Sie haben meist weniger Suchvolumen, aber eine klarere Absicht und weniger Konkurrenz.
Wie viele Keywords sollte eine Seite haben?
Jede Seite sollte ein Haupt-Keyword und mehrere thematisch verwandte Neben-Keywords abdecken. Mehrere Seiten sollten nicht um dasselbe Haupt-Keyword konkurrieren.
Wie oft sollte ich eine Keyword-Recherche machen?
Eine grundlegende Recherche machst du zu Beginn. Danach solltest du sie regelmäßig ergänzen, etwa vierteljährlich, und Daten aus der Search Console einbeziehen.







